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03.05. - 01.09.2022

Freiluftkino im Körnerpark 2022

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Nach der Zwangspause im letzten Jahr gibt es in diesem Sommer jetzt endlich wieder erstklassiges und interessantes Kino unter freiem Himmel im Körnerpark.

Die Vorführungen finden am 15.7., 22.7., 29.7. und 5.8.2022 jeweils um 21:00 an der Ecke Jonasstraße / Selkestraße statt.  

Der Eintritt ist wie immer frei, aber wir freuen uns über Spenden für das Projekt.

Ihr habt gewählt, und folgende Filme zeigen wir:


Freitag 15.7.2022 - 21:00

Und morgen die ganze Welt

Spielfilm, D 2020, 111 min.

Regie: Julia von Heinz

Deutsche Originalfassung

Luisa, eine zwanzigjährige Jura-Studentin, hat Verbindungen zur Antifa. Gemeinsam mit ihren Freunden Alfa und Lenor unterwandert sie eine regionale Neo-Nazi-Gruppe, um mehr über einen geplanten Angriff auf die Antifa-Szene herauszufinden, der ihre Freunde bedroht. Die Freunde dringen immer tiefer in die Rechte Szene ein und erkennen Verbindungen in höchste politische Kreise. Die Freunde sind sich nicht sicher, wie weit sie gehen müssen, um ihre Freunde und die Demokratie zu schützen.

Der Film löste viele politische und gesellschaftliche Diskussionen aus und wurde vor allem aus dem rechten Lager als Propaganda angefeindet. Allein das ist schon eine Auszeichnung, aber zusätzlich wurde "Und morgen die ganze Welt" unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet, für den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig nominiert und war der Deutsche Kandidat für den besten internationalen Film bei den Oscars 2021.


Freitag 22.7.2022 - 21:00

Bilder (m)einer Mutter

Dokumentarfilm, D 2021, 87 min.

Regie: Melanie Lischker

Deutsch mit englischen UTs

Eine scheinbar ganz normale Kindheit in den 80er Jahren, festgehalten auf unzähligen Videokassetten. Darauf eine Kleinfamilie in der jeder seine Rolle spielt. Doch über dem Alltag liegt eine Schatten. Der Vater dokumentiert mit seiner Kamera fast nebenläufig wie die Mutter zwischen Weihnachten und Schulfestimmer mehr zum Schatten ihrer selbst wird. Zuerst verschwindet sie aus den Videoaufnahmen, dann schließlich ganz aus dem Familienleben. Mit dem Film fordert die Regisseurin ihre Familie heraus, das jahrelange Schweigen um den Verlust ihrer Mutter zu brechen. Ein Tagebuch wird gefunden und die alten Super8 Filme des Vaters, auf denen die Mutter noch verliebt in die Kamera lachte. Wir tauchen ein in die Lebensgeschichte von Gabi, die sich als Teenager wegträumt aus der bayrischen Kleinstadtund von ihren altbackenen Eltern. Trotz der revolutionären Klischees der 70er Jahre, bleibt die Ehe für das Paarder einzig logische Weg in die Selbstständigkeit. Das damalige Klima zwischen Emanzipation und behäbigen Denkmusternfärbt ab auf die Biografie der jungen Frau. Fragmente aus Gesellschaft und Politik zeigen Plenarsäle voller Männer und Flugzeuge ohne Pilotinnen. Gabi hardert mit der Umsetzung ihrer Träume während ihr Mann Karriere macht. Die Kamera begleitet den tragischen Lebensweg einer Frau, die in die Mutterrolle stolperte und diese nie richtig annehmen konnte.

Bilder (m)einer Mutter ist ein zutiefst bewegender und persönlciher Film, wirft damit aber auch ein sehr genaues Licht auf die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft.


Freitag 29.7.2022 - 21:00

Love, Deutschmarks and Death

Dokumentarfilm, D 2022, 96 min.

Regie: Cem Kaya

Türkisch / Deutsch mit deutschen UTs

Anfang der 1960er-Jahre wurden die sogenannten Gastarbeiter:innen aus Anatolien und anderen Gegenden der Türkei von der Bundesrepublik Deutsch- land angeworben. Von Anfang an gab es etwas, dass sie immer begleitet hat und Bestandteil ihrer Kultur war: ihre Musik – ein Stück Heimat in der Fremde. Über die Jahre entwickelten sich in Deutschland eigenständige musikalische Richtungen, die es in dieser Form im Mutterland nicht gab. Diese beispiellose Geschichte einer selbständigen Musikkultur der Einwanderer aus der Türkei, ihrer Kinder und Enkelkinder in Deutschland, erzählt der spannende Kino-Dokumentarfilm „Aşk Mark ve Ölüm“ / LIEBE, D-MARK UND TOD von Cem Kaya unterhaltsam und sehr vielschichtig mit noch nie gesehenem Archivmaterial. Fern der Heimat, fremd im neuen Land, entstanden zu Beginn der Einwanderung melancholische Musikstile mit Künstlern, die in ihren gesellschaftskritischen Liedern zum ersten Mal auch auf deutsch sangen und damit sowohl die migrantische als auch die deutsche Popkultur prägten. HipHop wurde zum Sprachrohr der zweiten und dritten Generation von Menschen, die in Deutschland aufgewachsen waren. Pioniere deutsch-türkischen HipHops wie Fresh Familee, King Size Terror oder Islamic Force waren Wegbereiter zeitgenössischer Pop Musik in Deutschland.

"Love, Deutschmarks and Death" hat auf der Berlinale 2022 den Panorama Publikumspreis gewonnen und wir dürfen euch den Film sogar schon vor seinem offiziellen Kinostart zeigen, worüber wir uns natürlich sehr freuen.


Freitag 5.8.2022 - 21:00

Der Schein trügt

Spielfilm, SRB 2021, 128 min.

Regie: Srdjan Dragojevic

Deutsche Synchronfassung

„Der Schein trügt“ ist eine Satire, die aus drei Episoden besteht. Es geht jeweils um göttliche Wunder in der postkommunistischen Gesellschaft Serbiens und ihre Auswirkungen. Den Auftakt bildet die Geschichte des fürsorglichen Familienvaters Stojan (Goran Navojec), der plötzlich einen Heiligenschein über dem Kopf trägt, nachdem eine Glühbirne einen Kurzschluss hatte. Stojan wird zur größten Attraktion der Nachbarschaft und seine Frau Nada (Ksenija Marinkovic) ist schnell genervt von dem ganzen Trubel. Dieser verdammte Heiligenschein muss weg! Also verdonnert Nada ihnen Mann dazu, ausgiebig zu sündigen. Stojan begeht eine Todsünde nach der anderen, wird aber den Heiligenschein trotzdem einfach nicht los...

Eine bitterböse Satire, die so wunderbar absurd sein könnte, wenn sie nicht so nah an der Realität wäre.


Förderer

Stadt und Land

Projektbüro

Im Projektbüro der WerkStadt wird nicht nur die Verwaltungsarbeit des Kulturvereins getätigt, hier laufen auch die Fäden all unserer Projekte zusammen. Sei es der kuratierte Kunstrundgang ArtGrain, sei es der KinderKulturMonat oder das Körnerkino – von hier aus werden die Projekte des WerkStadt Kulturvereins konzipiert, elaboriert und organisiert.

so viele Ordner . . .

Chris Benedict

post@werkstadt.berlin