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Fr, 09.08.2019 21:00

Ort Körnerpark, Jonasstraße Ecke Selkestraße , 12051 Berlin

Freiluftkino im Körnerpark zeigt: Wildes Herz

 

Wir beenden das Freiluftkino laut und gebührend mit "Wildes Herz" von Charly Hübner.

Als Vorfilm zeigen wir einen Film der Coolen Kids aus Neukölln, der in Zusammenarbeit mit "Halt die Klappe Filmproduktion" entstanden ist.

 

Los geht's am Freitag den 9.8. um 21:00 im Körnerpark, Jonasstraße Ecke Selkestraße in Berlin Neukölln.

 

Bei schlechtem Wetter muss natürlich niemand im Regen stehen, denn dann ziehen wir in die WerkStadt, Emser Straße 124 um.

 

Der Eintritt ist wie immer frei, aber wir freuen uns über Spenden für das Projekt.

 


 

 

Wildes Herz

 

Dokumentarfilm, D 2017, 90 min.

Regie: Charly Hübner

Deutsch mit engl. UTs

 

„Wildes Herz“ ist ein Film über „Feine Sahne Fischfilet“, eine der erfolgreichsten deutschen Punkbands, und den Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow. Eine noch junge Combo, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und sich daher als gefährlichste Band Mecklenburg-Vorpommerns bezeichnen darf. Ein Film, der zeigt, wie sich Musiker gegen Nazis und Gefühle der Leere und Frustration zur Wehr setzen. In einer Gegend, in der das schöne platte Land Heimat bedeutet. Mit einer Musik, die ganz anders ist als diese Heimat, nämlich laut, lust- und kraftvoll.

Wenn hier die Biografie von Jan „Monchi“ Gorkow mit Kindheitsvideos und Eltern-Interviews vertieft wird, so begreifen wir diesen Lebenslauf irgendwann als Gleichnis, Verarbeitung und Antwort auf das, was nach der politischen Wende in eben diesem Mecklenburg-Vorpommern passierte. Als in Rostock-Lichtenhagen ein Asylbewerberheim brannte, die Bevölkerung klatschte und die Polizei wegsah. In dieser Zeit ist Monchi aufgewachsen. Sein Weg – oder seine Wut – führte über die Ultra-Szene des F.C. Hansa Rostock bis hin zu dem Moment, als seine Punkband Ende der Nullerjahre merkte, dass sich Nazis auf ihren Konzerten wohlfühlten. Jetzt hieß es, eine Haltung einzunehmen. In den 1990er Jahren habe die linke Bewegung versagt, sagt Gorkow, und das dürfe nie wieder passieren. Ein wichtiger, poetisch-roher Film – eben wie die Band.

 

 

 


 

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