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14.06. - 21.07.2019

Claudia Speer

Claudia speer

Die Ausstellung von Claudia Speer generiert eine neue Kryptologie und lässt uns zu ArchäologInnen der Zukunft werden:
Haben bis heute ArchäologInnen zum Beispiel alte Schriftzeichen wie die Hieroglyphen Ägyptens oder die Keilschrift Mesopotamiens studiert, so werden wir als ArchäologInnen der Zukunft auf eine digitalisierte Vergangenheit zurückgeblickt gehabt haben.

In dem künstlerischen Zukunftslabor von Claudia Speer braut sich etwas zusammen, das unser Nachdenken über unsere analog-digital verschränkte Welt im besten Sinne durcheinanderbringt:
Die Arbeiten der Künstlerin entstehen mit selbstangeriebener schwarzer Tusche, die mit unterschiedlichen natürlichen ‚Instrumenten‘ auf Reispapier als Trägerstoff aufgetragen wird. So rücken anspruchsvolle, teils archaische Techniken in den Vordergrund, die sich in dieser Ausstellung jedoch an die Semantik des Digitalen binden und mit Datensätzen, digitalen Viren und QR-Codes operieren.

Ein Fingerabdruck changiert hier zwischen einer direkten, analogen Stempelung aus Tinte einerseits und einem digitalisierten, immer noch einzigartigen Bild, das den konkreten Körper um Jahrtausende überleben kann. Wird er neu lesbar geworden sein? Zwischen diesen Polen werden wir mehr als unsere digitale Chronik geblieben gewesen sein, aber dennoch einzigartige digitale Formen in einer Unmittelbarkeit geprägt gehabt haben, die erst in der Ausstellung vorstellbar wird.

Die Eröffnung findet im Rahmen von 48h Neukölln 2019 mit dem Festivalthema "Futur III" statt.

An exhibition that generates a new kind of cryptology and lets us become archaeologists of the future: Even now ancient scripts such as hieroglyphs are studied, and so we will have been being looking back at our own digital history.

Our view of a world divided between analogue and digital is modified in this future laboratory by Claudia Speer: classical techniques and hand-mixed inks on rice paper are coupled with digital semantics so that they work with digital viruses and QR codes. Here a fingerprint is both a direct print and a digitalization, still unique image, which can outlive its body of origin by thousands of years. Might we find a new way to read it?

Kunstraum

In unserem Kunstraum finden jährlich 8-10 wechselnde kuratierte Ausstellungen statt. Das Spektrum unseres Projektraums reicht dabei von Malerei über Fotografie hin zu Skulptur, Installation und Multimediakunst.

Jule Böttner & Jason Benedict

kunst@werkstadt.berlin