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Fr, 19.06.2020 - So, 28.06.2020

Ort WerkStadt, Emser Straße 124, 12051 Berlin

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48 h Website

Künstler-Website Marcus Ahlers

Künstler-Sprechstunde

Marcus Ahlers

Exhibition 6: systemic continuum

 

Schaufenster Ausstellung:

48 Stunden Neukölln - Boom -

Freitag, 19. Juni, 19 - 22 Uhr
Samstag, 20. Juni, 12 - 22 Uhr
Sonntag, 21. Juni, 12 - 19 Uhr

und 22. - 28. Juni 2020, 10 - 17 Uhr
Emser Str. 124 Ecke Ilsestr.

 

Künstler-Sprechstunde

Samstag, 20. Juni, 14 - 15:30 Uhr

Sonntag, 21. Juni, 12 - 13:30 Uhr

BigBlueButtton Server:

http://meet.greening.digital/b/jas-g4v-94n

 

Die Arbeiten von Marcus Ahlers thematisieren die Übergänge und Wahrnehmungs-Effekte von sich stetig verändernden Systemen. In diesen findet der Boom, das Moment des Umschlags oder der Ausdehnung andauernd statt – und hat andauernd stattgefunden. Anhand des Booms als systemischer Kulmination erkundet die Ausstellung die materiellen Spuren abgeschlossener Verschaltungen und forscht kreativ neuen Folgeprozessen und Möglichkeiten nach.

Von plötzlich freigesetzter Energie strahlen verdichtete Wellen ab. Ein Knall ist zu hören und Material kommt ins Schwingen, sobald die Wellen auf eine Oberfläche treffen. Jedes Ereignis hat Einfluss auf die Umgebung und fordert potentiell unsere Aufmerksamkeit – Angriff oder Flucht? Beobachten oder Ausprobieren?

Wir ziehen unsere Schuhe an, trinken Kaffee und gehen zur Arbeit. Wir beeinflussen und werden beeinflusst, oft ohne viel über die dahinterliegende Dynamik nachzudenken. Unsere Existenz ist wunderbar komplex in verschachtelten und verkoppelten Systemen aus Verursachung, Feedback und Wahrnehmung eingespannt. Das Kontinuum dieser Systeme nimmt flüchtig eine bestimmte Form an, strahlt auf zahlreichen Wegen weiter aus und hat sich schon wieder verändert.

Wo genau fängt die Umgebung an und hört das Individuum auf, wenn Prozesse wie Atmen und Essen, Sehen und Hören ständig die angenommen Grenzen durchdringen? Wie existiere ich selbst als Teil dieses komplexen Netzwerks? Diese existenziellen Fragen motivierten den kreativen Entwicklungsprozess der Ausstellung und werden in zwei und drei-dimensionalen Werken erkundet. Die zwei-dimensionalen Werke verwenden Kupfercarbonat als Pigment, gewonnen aus dem Prozess der Elektrolyse. Dynamische skulpturale Installationen sind mit der Umgebung über Sensoren verbunden. Signale werden innerhalb der Formen als Lichtimpulse übertragen. Die Ausstellung als Verschaltungs-Apparat: Welche Übergänge, Explosionen oder Durchbrüche werden hier verzeichnet oder zeichnen sich ab?

 

 

 

*Der Projektraum wird 2020/21 im Rahmen einer Basisförderung (Strukturkosten) durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.